Ischiasschmerzen sind Schmerzen, die von der Lendenwirbelsäule bis ins Bein ausstrahlen können. Die im Volksmund bezeichnete Schmerzform Ischias ist ein Nervenschmerz, den man als Ischialgie bezeichnet. Die Ischialgie charakterisiert Schmerzen im Verlauf des Ischiasnervs, die durch eine Kompression wie beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall oder durch einen Knochentumor hervorgerufen werden. Blockaden an der Wirbelsäule können den Ischiasnerv einklemmen und einen Schmerz im Nervenverlauf erzeugen. Die Ischialgie kann auch bei einer Schädigung des Ischiasnervs oder seiner Nervenwurzel durch ein Trauma oder einer Wirbelsäulenoperation entstehen.

Ein Karpaltunnelsyndrom ist ein Engpasssyndrom des Medianusnervs an der Durchtrittsstelle der Hand. Diese Durchtrittsstelle ist auf der einen Seite knöchern und auf der anderen Seite bindegewebig. Ist der Karpaltunnel durch eine Verdickung des Bindegewebes verengt und drückt dadurch auf den Medianusnerv, kommt es zu neurologischen Symptomen. Sie sind hauptsächlich charakterisiert durch Taubheitsgefühle, Missempfindungen und Kraftverlust. Diese Reaktionen treten im Versorgungsgebiet des Nervs am Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und in der Hand auf. Wenn es zu einer längeren Kompression des Nervs kommt, führt diese zur Muskelatrophie der Daumenmuskulatur.

Migräne sind anfallartige, meist einseitig stechende oder pochende Kopfschmerzen. Diese werden oft mit Symptomen begleitet wie zum Beispiel Übelkeit, Appetitlosigkeit, Lichtempfindlichkeit und Sensibilität gegenüber Lärm. Frauen sind viel häufiger betroffen als Männer. Mediziner unterscheiden zwei Formen der Migräne. Zum einen die Form mit Aura, die mit neurologischen Symptomen einhergeht und die Migräne ohne Aura. Die Symptome können ganz unterschiedlich sein, es kann zum Beispiel zu Sehstörungen, zu Sensibilitätsstörungen oder zu Schwindel kommen.

Schwindel bezeichnet Störungen der räumlichen Orientierung oder des Gleichgewichts. Man fühlt sich, als ob der eigene Körper schwankt oder der Raum, in dem man sich befindet, sich dreht. Die Ursachen sind vielfältig. Es können körperliche oder seelische Störungen zugrunde liegen oder das Gleichgewichtsorgan im Ohr verantwortlich sein. Schwindel ist oft von Symptomen wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Ohrensausen und Augenzittern begleitet. Es gibt verschiedene Schwindelformen. Der Mediziner unterscheidet zwischen dem unspezifischen Schwindel, dem anfallartigen und dauerhaften Drehschwindel, dem Schwank- und Bewegungsschwindel sowie dem Lagerungsschwindel. 

Eine Frozen Shoulder ist eine Schultergelenkssteife, die in 3 verschiedenen Stadien verläuft. Im ersten Stadium steht der nachts und bei Bewegung auftretende Schulterschmerz im Vordergrund. Im zweiten Stadium entwickelt sich zunehmend ein Bewegungsverlust und die Schmerzen lassen langsam nach. Im dritten Stadium reduzieren sich die Schmerzen weiterhin und auch die Beweglichkeit der Schulter nimmt wieder zu. Die Frozen Shoulder kann entstehen wenn es zu Entzündungen der Sehnen und zu Kalkablagerungen im Schultergelenk oder dem sogenannten Impingementsyndrom kommt.

Eine Skoliose ist eine Wirbelsäulenerkrankung, die mit Verdrehung und seitlicher Verkrümmung der Wirbelsäule einhergeht. Sie kann im Hals- und Brustbereich und in der Lendenwirbelsäule verschieden stark ausgeprägt sein. Je nach Schweregrad der Skoliose können Schmerzen im Bereich der Wirbelkörper der Rippen und der Wirbelsäulenmuskulatur auftreten. Die Ursache ist in vielen Fällen nicht bekannt und man bezeichnet sie als idiopathische Skoliose. Diese Form der Wirbelsäulenverkrümmung kommt besonders häufig bei Kindern und Jugendlichen vor. Sie wird begünstigt durch gekrümmte Körperhaltung und einseitige Muskelaktivität.

Ein Bandscheibenvorfall entsteht oft aufgrund von Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule, die durch einseitige Haltungen und Bewegungen verursacht werden. Die Funktion der Bandscheiben besteht darin, die einwirkenden Druck- und Scherkräfte elastisch abzupuffern. Die Bandscheibe besteht aus einem gallertartigen Kern und wird von einem bindegewebigen Faserring gehalten. Durch anhaltende Druckkräfte und dem Verlust von Flüssigkeit nimmt die Pufferfunktion mit zunehmendem Alter ab und im Faserring entstehen Risse. Wenn sich der Bandscheibenkern durch die entstandenen Risse des Faserrings nach außen schiebt, kommt es zu einer Bandscheibenvorwölbung oder zu einem Bandscheibenvorfall.

Eine CMD oder craniomandibuläre Dysfunktion ist eine Störung des Zusammenspiels von Ober- und Unterkiefer, den Zähnen, Kiefergelenken und der Kiefermuskulatur. Diese Störung im Bereich des Kiefergelenkes kann sich auf den ganzen Körper auswirken und der Auslöser für Schmerzen und Schwindelgefühle sein. Schmerzen können im Kiefer und Gesichtsbereich entstehen und in die Nachbarregionen wie in die Wirbelsäule und in die Schulter ausstrahlen. Muskelverspannungen, die durch die Kiefergelenks-Störung resultieren, können Ohrgeräusche, Migräne und depressive Verstimmungen begünstigen.

Ein Hexenschuss der medizinisch als Lumbago oder akute Lumbalgie bezeichnet wird, ist ein plötzlicher, sehr heftiger stechender Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule. Der Hexenschuss wird durch Dreh- und Beugebewegungen der Wirbelsäule beim Sport oder beim Anheben von schweren Lasten hervorgerufen. Es kommt zu einem akuten Schmerz in der Wirbelsäule und oft auch zu einem totalen Bewegungsverlust. In der Regel wird ein Hexenschuss durch bestehende Muskelverspannungen oder durch mehrere Wirbelblockierungen ausgelöst.

Ein Kreuzbandriss oder die Kreuzbandruptur bezeichnet einen teilweise oder vollständigen Riss eines oder beider Kreuzbänder im Kniegelenk. Das Kniegelenk hat anatomisch innerhalb der Gelenkkapsel ein vorderes und ein hinteres Kreuzband. Die zwei Kreuzbänder befestigen im Kniegelenk den Oberschenkelknochen mit dem Unterschenkelknochen. Sie tragen für eine gute Stabilität während der Kniegelenks-Bewegung bei. Durch den Kreuzbandriss ist meist das Knie instabil und der Gang insgesamt unsicher und wacklig. Aufgrund der hohen Kräfte, die notwendig sind, um eine Ruptur des Kreuzbandes hervorzurufen, ist dies oft auch mit einem Knorpelschaden verbunden.

Ein Meniskusriss ist ein entstandener Schaden an der Knorpelscheibe im Inneren des Kniegelenks. Es kann vorkommen, dass der Innen- sowie der Außenmeniskus halbmond- und/oder keilförmig reißt. Der flache, leicht halbmondförmige Knorpel dient dem Kniegelenk als Puffer, Lastverteiler und Führungsschiene zugleich. Der Meniskusriss oder -abriss kann durch Verletzungen, aber auch durch einen fortschreitenden Gelenkverschleiß der Kniearthrose entstehen. Ein Schwachpunkt ist die Verbindung zwischen Meniskus und Schienbeinkopf. Wirken dort starke Scherkräfte auf den Meniskus ein, kann dieser teilweise oder komplett von seiner Basis abreißen.

Eine Prothese ist ein künstlicher Gelenkersatz, der bei hochgradigem Gelenkverschleiß eingesetzt wird und die Gelenkflächen zum Teil oder vollständig ersetzt. Zum einen sollte die Prothese korrosionsbeständig sein, keinerlei Unverträglichkeiten im Körper hervorrufen und den auftretenden Scherkräften und alltäglichen Belastungen standhalten. Es werden Prothesen in den Handgelenken, den Finger- und Daumengelenken, den Knie- und Hüftgelenken, Schultergelenken, Ellenbogengelenken und in den Wirbelsäulengelenken implantiert. Die Hersteller verwenden für das künstliche Gelenk zum Beispiel Titan, Keramik und Kunststoffe. Die Haltbarkeit einer Prothese wird auf 15-20 Jahre geschätzt.

Ein Schulter-Arm-Syndrom bezeichnet Schmerzen im Bereich der Schulter, ausstrahlend in den Arm sowie in die Halswirbelsäule. Die Schmerzen können zu erheblichen Bewegungseinschränkungen und Kraftverlust führen. Es ist durchaus möglich, dass eine Sehnenreizung oder ein Impingement-Syndrom das Schulter-Arm-Syndrom auslösen kann. Auch akute Verletzungen und Gelenkverschleiß können die Schulterschmerzen verursachen. Die Schmerzen befinden sich oft in den Weichteilen und es sind vor allem Muskeln, Sehnen, Gelenkkapsel und Schleimbeutel für diese verantwortlich.

Eine Arthrose bezeichnet einen Gelenkverschleiß ,dieser entwickelt sich häufig über mehrere Jahre hinweg. Typisch für die beginnende Arthrose sind Schmerzen im und um das Gelenk herum. Bei arthrotischen Gelenksveränderungen kommt es zu einem Schaden an dem Gelenkknorpel, an den Muskeln, den Sehnenansätzen und Bändern. Ursachen sind meistens eine übermäßige oder falsche Belastung des Gelenks oder eine angeborene Fehlstellung. Es kommt zu Spannungsgefühlen, Kraftverlust sowie Schmerzen im Gelenk. Es können auch Verletzungen oder angeborene Knorpeldefekte einen vermehrten und frühzeitigen Gelenkverschleiß verursachen.

Ein Tennisarm am Ellenbogen-Außenknochen oder ein Golferarm am Ellenbogen-Innenknochen entsteht durch akute oder chronische zum Teil übermäßig belastete Unterarmmuskulatur. Die Schmerzen lokalisieren sich am Sehnenansatz der Beuge und Streckmuskulatur der Hand- und Fingergelenke und es kommt zu Bewegungseinschränkungen und Kraftverlust. Der Tennis- und Golferarm betrifft nicht nur Menschen, die diese Sportart auch betreiben. Die Überbelastung der Unterarmmuskeln wird häufig durch handwerkliche Tätigkeiten oder durch intensive Computerarbeit ausgelöst.

Ein Beckenbruch bezeichnet eine Bruchform bei der alle Knochen, die das Becken bilden, wie das Scham-, Darm-, Sitz- und das Kreuzbein betroffen sein können. Man spricht von einem Beckenbruch, wenn nur einer der oben genannten Beckenknochen gebrochen ist. Es können unter Umständen Knochen der Beckenregion wie zum Beispiel die Wirbelkörper oder der Oberschenkelhals mit betroffen sein. Unterschieden wird zwischen den stabilen sowie den instabilen Beckenfrakturen. Abhängig von der Bruchstelle wird unterteilt in die Typ-A-Frakturen, bei denen der Beckenring angebrochen ist und in die Typ-B-Frakturen, bei denen der vordere Beckenring komplett durchgebrochen ist und in die Typ-C-Frakturen, bei denen der gesamte Beckenring durchtrennt ist.

Eine Ermüdungsfraktur entsteht als Folge einer Überlastung des Knochens durch eine dauerhaft bestehende Krafteinwirkung. Anders als bei einem spontanen Knochenbruch entsteht der Ermüdungsbruch über einen längeren Zeitraum. Diese Bruchform kommt häufig an den Röhrenknochen der Extremitäten vor wie zum Beispiel am Schienbein und am Mittelfußknochen. Unterschieden wird hier zwischen einem Ermüdungsbruch, der bei gesundem Knochen vorkommt und dem Bruch, der bei vorgeschädigtem Knochen vorkommt.

Ein Oberschenkelhalsbruch ist eine Bruchform, die oft bei älteren Menschen durch einen Sturz auf die Hüfte entsteht. Durch die vorhandenen Knochenabbauvorgänge verliert der Knochen im zunehmenden Alter an Stabilität. Dann reicht auch schon eine geringe Krafteinwirkung aus, um einen Bruch auszulösen. Die Bruchstelle entsteht am Schenkelhals, der zwischen dem Hüftkopf und dem Oberschenkelknochen liegt. Bei jungen Menschen kommt es nur durch große Krafteinwirkung, wie zum Beispiel bei einem Autounfall, zum Oberschenkelhalsbruch.

Ein Sprunggelenksbruch bezeichnet einen Bruch des Innen- oder Außenknöchel des Unterschenkelknochens. Je nach Bruchstelle am Außenknöchel wird zwischen einer Weber-A-, Weber-B- und Weber-C-Fraktur unterschieden. Der Unterschied wird durch die Höhe der Bruchstelle bestimmt und ob die Bandverbindung, lat. Syndesmose, zwischen dem Schienbein und dem Wadenbein mit betroffen ist. Bei einem Sprunggelenksbruch kann es zu einer bimalleolären, einer trimalleolären Sprunggelenksfraktur und der Maisonneuve-Fraktur kommen.

Ein Wirbelkörperbruch ist eine Form des Wirbelbruchs, bei der der Wirbelkörper bricht, die Wirbelkörper aber noch stabil bleiben.Häufig kommt es zu einem Bruch des Wirbelkörpers beim Sport oder bei Verkehrsunfällen sowie durch Abstürze aus großer Höhe. Ist der Knochen durch Knochenabbauvorgänge wie zum Beispiel der Osteoporose vorgeschädigt, entsteht der Wirbelkörperbruch auch durch geringe Krafteinwirkung. Wenn es zusätzlich zur Verletzung des Rückenmarks kommt, kann dies zu neurologischen Ausfällen führen. Darunter fallen Gefühlsstörungen, Lähmungen sowie Harn- und Stuhlinkontinenz.

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